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Angriff gegen das Tierheim Easy – zwei Katzen werden vermisst
Im Tierheim Easy verbringen zahlreiche Haustiere die Sommerferien ihrer Besitzer. Nun sind Unbekannte nachts ins Heim eingebrochen und haben eine Tür offen stehen lassen, durch die sechs Katzen entwischt sind – zwei bleiben vermisst. Auch das Auto des Tierheims wurde manipuliert.

In 30 Jahren sei ihm noch nie so etwas passiert, erzählt Ernst Krüsi, Leiter des Tierheims Easy, am Telefon. Die bizarre Geschichte nahm in der Nacht auf den 5. August ihren Anfang: Eine Mitarbeiterin des Tierheims, in dem während der Sommerferien zahlreiche Tiere untergebracht sind, entdeckte am frühen Samstagmorgen, dass Unbekannte eine Doppelscheibe eingeschlagen hatten.

Es sah nach einem Einbruch aus – doch als sie das Heim betrat, fehlten keinerlei Wertsachen. Dafür stand eine Tür offen, und von sechs der 16 Katzen, die im Heim in den Ferien waren, fehlte jede Spur.«Vier Büsi konnten wir noch am selben Tag wieder einfangen», schildert Krüsi. Zwei sind bis jetzt unauffindbar. Die beiden felinen Ausreisser heissen Onyx (männlich) und Mazzi (weiblich), beide haben ein schwarzes Kurzhaarfell und sind schüchterne Genossen.

Beide tragen Chips, man könnte sie beim Tierarzt also identifizieren. «Wir haben Futterfallen auf das Areal gestellt, falls sie sich noch in der Nähe befinden», sagt Krüsi. «Nach einigen Tagen sinken aber die Chancen, sie wiederzufinden. Orientierungslose Katzen bewegen sich in grösser werdenden Kreisen von einem Punkt weg.»

Kameras rund ums Tierheim

Für Onyx dürfte das nicht einmal schlecht sein, denn seine Besitzer leben in Winkel, und er vergrössert dadurch seine Chance, in den «Homerange» zu kommen, also in ein ihm vertrautes Gebiet. Mazzi («Maisie») lebt dagegen seit einem halben Jahr in Wallisellen.

Dennoch betont Krüsi, dass er noch Hoffnung habe, dass die beiden Tiere in den nächsten zwei oder drei Wochen wieder auftauchen. Nebst den Futterfallen hat das Tierheim nun auch ein Kamerasystem installiert, das einerseits weitere Unruhestifter aufnehmen würde, andererseits auch zugelaufene Tiere. Auch erstattete das «Easy» Anzeige bei der Kantonspolizei, und die hat die Ermittlungen aufgenommen.

Da nichts gestohlen wurde, wird der Vorfall als Hausfriedensbruch behandelt. «Was und wer dahinter steckt, ob es sich um Einbruch, Unfug, oder andere Beweggründe handelte, können wir zurzeit nicht sagen», teilt Kapo-Mediensprecher Beat Jost auf Anfrage mit.

Aus zwei Gründen vermutet Krüsi, dass es sich um eine Aktion handelt, die gezielt dem Ruf des Tierheims oder auch seinem eigenen schaden soll. Erstens sei die geöffnete Tür so versteckt, dass nur Personen sie finden können, die das Heim und die Umgebung gut kennen. Zweitens ist vergangene Woche auch das Tierheim-Auto zerkratzt und manipuliert worden: Drei Schrauben an einem Reifen waren so lose, dass Krüsi sie von Hand rausdrehen konnte.

«Das hätte mit einer höheren Fahrgeschwindigkeit gefährlich werden können», sagt er. Im Wesentlichen gehe es ihm aber um die beiden vermissten Katzen. «Ihnen und ihren Besitzern haben die Täter am meisten geschadet.» ()

Erstellt: 18.08.2017, 14:40 Uhr Quelle Zürcher Unterländer