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Neues Tierheim öffnet an altbekanntem Standort

Mit anderem Namen und unter neuer Leitung öffnet das Tierheim an der Autobahn bei Winkel wieder seine Türen. Aus der geplanten Autobahnraststätte an dem Standort wurde nichts.

Ernst Krüsi hat sich mit dem Tierheim Easy einen Traum verwirklicht. Unterstützt wird er von Mercy Ambass und Anja Röthlisberger, hier mit den Hunden Georg (von links), Tysson und Sayuri. Bild: Madeleine Schoder

Statt Autos aufgetankt werden an der Autobahn zwischen Winkel und Kloten in Zukunft wieder Hunde und Katzen gepflegt. Am 28. November öffnet an dem Standort, wo einst die Tierambulanz untergebracht war, das Tierheim Easy. Die Tierambulanz musste den Standort 2011 verlassen und zog nach Oberglatt um, weil der Kanton als Landbesitzer auf dem Grundstück eine Autobahnraststätte vorsah. Aus dem Projekt wurde allerdings nichts. Ernst Krüsi, der ehemals selber für die Tierambulanz tätig war, packte die Gelegenheit beim Schopf und pachtete das Gelände für die nächsten fünf Jahre. Der gelernte Tierpfleger und diplomierte tierpsychologische Berater verwirklicht sich damit einen Traum, den er schon lange mit sich trug: ein eigenes Tierheim.

Tages- und Ferienplätze
Vor drei Monaten hat er das Grundstück übernommen. «Die Gebäude waren stark heruntergewirtschaftet, wir mussten einiges umbauen», sagt er, während er stolz durch sein neues Reich führt. Das Tierheim Easy bietet neben Unterschlupf für heimat­lose Tiere vor allem Tages- und Ferienplätze für Hunde und Katzen an. Zudem können Sach­kundenachweiskurse für Hunde ­absolviert und Hundeschulkurse besucht werden. Krüsi ist ausserdem als Hundepsychologe tätig. «Hunde werden heute oft als Partnerschaftsersatz, Alarm­- an­lage oder Statussymbol missbraucht», sagt er. Auch die Vermenschlichung der Tiere kritisiert er. «Ein Hund will einfach nur Hund sein.» Die Arbeit als Psychologe sei deshalb gefragter denn je. 90 Prozent der Hunde, die psychologische Betreuung nötig hätten, seien Tiere aus dem Ausland. Krüsi will in seinem Heim deshalb keine Hunde aus Tierheimen aus dem Ausland vermitteln. «Das ist mittlerweile zu einem Geschäft geworden, und da mache ich nicht mit.»
Krüsi hilft in seinem Heim nicht nur Tieren, sondern auch Menschen. So bietet er ein Seminar für Personen mit Angst vor Hunden an. Nach einer theore­tischen Einführung mit Tipps und Tricks werden Begegnungen mit pflegeleichten Vierbeinern aus Krüsis Gruppe gemeistert. Im zweiten Teil werden Begeg­nungen mit fremden Hunden draussen auf der Strasse geübt.
Quelle Zürcher Unterländer